"Für alle das Beste"
ARCHIV-FÜR-ALLE-DAS-BSETE-PNach dem plötzlichen Tod ihres Vaters treffen sich die Geschwister Klaus und Carola Stinner in ihrem Elternhaus. Die Heimkehr fällt ihnen nicht leicht, denn ihre Mutter leidet zunehmend an Demenz, man weiß nicht, ob sie den Tod ihres Mannes überhaupt realisiert hat. Marlies Stinner ist eine herrische Kranke, die sich nur der jungen polnischen Putzfrau Alexa anvertraut. Die Reise nach Hause wird für die Geschwister zur Reise in die eigene Vergangenheit – und das Elternhaus zum Kampfplatz. Bissige Bemerkungen und stumme Anschuldigungen treffen auch nach Jahren zielsicher ins Schwarze und lassen sorgsam verdrängte Verletzungen wieder aufbrechen. Die gemeinsam verbrachte Woche wird für alle zur psychischen Belastungsprobe. Was wird aus der pflegebedürftigen Witwe? Wer ist bereit, das unabhängige Leben aufzugeben, um sich der Verantwortung zu stellen? Ist es nicht die beste Lösung für alle, die verwirrte Mutter in ein Altersheim zu geben? Das zerbrechliche Konstrukt Familie gerät in Gefahr, wenn alte Menschen zu Kindern werden, und die erwachsenen Kinder sich plötzlich und unerwartet in der Elternrolle wiederfinden.
Lutz Hübner
ist der meistgespielte deutschsprachige Dramatiker der Gegenwart. Er arbeitet seit 1996 freiberuflich als Schriftsteller und Regisseur. 1998 erhielt er den Jugendtheaterpreis für „Das Herz eines Boxers“. Seine Jugendstücke wie „creeps“, „winner & loser“ und „Nellie Goodbye“ erzählen vom Lebensgefühl Jugendlicher auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. "Für alle das Beste" wurde im Herbst 2006 am Schauspiel Hannover uraufgeführt.
 
Die PREMIERE fand am 22. März 2007 statt.

BILDERGALERIE

 
Regie: Yves Jansen
Bühne: Hans Winkler
Kostüme: Ursula Meyer
Mit: Friederike Brüheim, Ivana Kansy, Hannah Sieh, Iris Bettina Kaiser, Eric Fiebiger, Peter Woy